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Dienstag, 27. April 2010

Im Angesicht des Hype?

Heute startet "Im Angesicht des Verbrechens" auf ARTE - von den Kritikern mit einem derartig dicken Lob-Vorschuss bedacht, dass es einem Angst und bange wird - zumal mich Dominik Grafs letzter Serien-Versuch "Kommissar Süden" nicht wirklich überzeugt hat.

Die Dreharbeiten zum neuen Mehrteiler müssen ein Kraftakt gewesen sein. Gegenüber der ZEIT berichtet Graf, dass er dabei fast den Faden verlor: "Man lebt wie mit einem Computer im Kopf, mit dessen Hilfe man versucht, von Minute eins bis Minute 480 alles im Blick zu behalten. Da wir aber nicht mal im kleinsten Detail chronologisch gedreht haben, habe ich mich bei 40 Grad Celsius in der Russendisko manchmal schon gefragt: Wo sind wir jetzt noch mal genau im Film? Der Typ da hinten, der kann doch gar nicht im Bild rumstehen, der taucht doch erst drei Folgen später das erste Mal hier auf!" Auch Autor Rolf Basedow hat sich, wie auf stern.de nachzulesen, nicht geschont und selbst in der Ukraine recherchiert, zum Beispiel die Mechanismen des Zigarettenschmuggels, oder wie junge Frauen vom Dorf nach Berlin gebracht werden und dort in der Prostitution landen. Einmal war Basedow etwas mulmig. "Ich hatte kurz Angst, als ich mit zwei Banditen in der Ukraine im Birkenwald spazieren war." Wir sind also froh, dass er die Premiere seiner Serie erleben darf.

Über dem ganzen Hype um die Macher im Hintergrund wird fast vergessen, dass "Im Angesicht des Verbrechens" auch großartig besetzt ist - unter anderem mit den drei "M"s: Marie (Bäumer), Max (Riemelt) und Misel (Maticevic), der schon "Blackout" ein eindrucksvolles Gesicht gab. Diesmal hoffentlich nicht wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit!

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