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Mittwoch, 7. April 2010

Tatort, Tango tanzend

Borowski in Finnland: Das war doch mal eine ganz neue, frische Idee. Nach all dem österlichen Herumgesitze kam man so wenigstens bei den Ermittlungen an die frische Luft: in die unendlichen finnischen Wälder - grün, moosig und sehr verwirrend, wenn man sich darin nicht auskennt. Kein Wunder, dass Klaus aus Kiel mehr als einmal den Weg aus den Augen verlor und sich völlig verfranste. Denn so modern wir auch leben: Ohne Handy und Navi ist man in der finnischen Einöde eben ganz schön aufgeschmissen.

Nicht den Faden verlor er hingegen im aufzudeckenden Fall, der sich um ein ermordetes junges Mädchen drehte. Das blieb erfrischend klar und nachvollziehbar, und selbst der köpfesammelnde Massenmörder fügte sich am Ende harmonisch ins Ganze - auf seine Art. Was hätte man nicht alles für Seitenstränge auswalzen können - z.B. erzieherische Maßnahmen für Junkies in einer finnischen Blockhütte, oder auch die Romanze zwischen Borowski und seiner Kollegin Frieda. Aber selbst letztere wurde mit feinem Humor nur ganz zart angedeutet. Und deshalb war für mich dieser Tatort so erfrischend wir ein Tango in klarer finnischer Waldluft.

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