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Montag, 26. April 2010

Teenage Mutant Hero David

"Mutantenstadl" nennen Spötter den Musikantenstadl ja gern, und bislang erschien mir das etwas sehr zynisch. Bis ich am Samstag zufällig daran hängenblieb und dies hier mit ansehen musste: David Hasselhoff im Duett mit Andy Borg. Erschütternd.

Gottseidank ist wenigstens der Stuttgart-Tatort im Aufwind. "Blutgeld" war vielleicht nicht der glamouröseste Fall der letzten Zeit, aber mir gefiel das: etwas langsam, sehr viel solide Polizeiarbeit, wenig Privates aus dem Leben der Ermittler. Im Mittelpunkt ein Verdächtiger (stark: Stephan Kampwirth), der sich mit allem übernommen hatte. Und der zeigte, wohin es führen kann, wenn man nie genug kriegt: zwei Familien, zwei Leben, und jede Menge Schulden, aus denen er nur mit unsauberen Drehs herauszukommen glaubte. Rätselhaft lediglich, wieso die kalabrische Mafia hier mit russischen Killern zusammenarbeitete. Fehlt es an Nachwuchs? Das machte das letzte Drittel unnötig verschachtelt und verdreht. Am Ende ging - trotz Überraschungs-Showdown - fast ein wenig die Puste aus. Man hätte sich für den Schluss eine ähnlich starke Szene gewünscht wie zu Anfang: Als die Eltern mit Geburtstagstorte die Tür öffnen und ein Ständchen anstimmen - und davor stehen zwei Kommissare, die die Nachricht vom Tod des Geburtstagskinds überbringen.

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