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Montag, 31. Mai 2010

Norwegian Wood

Es ist vollbracht: Lena Meyer-Landrut hat sich in den Olymp geknödelt und ich bin um ein paar Erkenntnisse reicher:

1. Es entscheidet weder die Ponylänge, Flügelgröße noch Taillenweite über Platz eins.
2. Überschwängliche Freude äußert sich bei norwegischen Moderatorinnen in einem Zucken des linken Mundwinkels.
3. Norwegische Moderatorinnen finden es nicht witzig, wenn man kein Norwegisch kann und es trotzdem versucht.
4. Peter Urban sollte zur Kur.
5. Christian Wulff stand mit Blumen am Flughafen wie ein Konfirmant am Kuchenbüffet.
6. Nein, ich will Lena nächstes Jahr nicht noch einmal sehen.
7. Ja, ich hätte gern auch ein Trickkleid mit LED-Leuchten.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Im Angesicht des Verbrechens: Und nu?

Ich bin noch ein Fazit schuldig. Die letzten vier Folgen haben mich zwar mehr eingefangen, aber die große Begeisterung will sich nach dem Abspann trotzdem nicht einstellen. Was mir gefallen hat, war die Leistung einzelner Schauspieler - von Maticevic, Zehrfeld und auch Mark Ivanir alias Andrej werden wir hoffentlich noch sehr viel sehen und hören. Ansonsten enthielt mir die Geschichte zu viele unglaubwürdige Momente (das korrupte Polizistenpaar, das sich gegenseitig niederschießt - purer Slapstick) und dann doch wieder zu viel Vorhersehbares. Marek und Jelena werden ein Paar - das war nach den vielen Rückblenden wohl unausweichlich. Und am Ende fasst Marek den Bösewicht, um seinen Bruder endgültig zu rächen. Auch das keine große Überraschung. Lediglich Lottners Coolness rettet die letzten Szenen vor dem Mittelmaß. Zurück bleibt der Eindruck, die Serie mit ihren vielen Figuren und Handlungssträngen wie eine Fleißarbeit weggeackert zu haben, ohne dass sich echter Genuss einstellte. Ich habe nicht wirklich mit den Figuren mitgefiebert, die meisten blieben mir relativ gleichgültig. Ob es eine Fortsetzung geben sollte? Ich würde sagen: Lassen wir das.

Mittwoch, 26. Mai 2010

5 Minuten "Wetten, dass...?"

Arena. Bohlen im Glitzeranzug auf dem Trike. Gottschalk mit lila Slippern. Ballack im pinken Oberhemd. Hunziker dauergrinsend. Lionel Ritchie singt zum 100000000 Mal ein Medley seiner besten Hits. Bei "Hello" a capella weinen Frauen mit blonden Strähnchen im Publikum. Nicole Ritchie wallt herein wie ein durchgeknallter Hippie. Ein Mann zieht sich rückwärts auf einem laufenden Laufband aus. Und zapp - weg.

Freitag, 7. Mai 2010

Webschau: Schauspieler-Homepages

Man kann die eigene Homepage lieblos gestalten - oder sich Mühe geben. Manche Schauspieler tun das tatsächlich, und das soll hier mal lobend erwähnt werden. Meine Lieblinge im Netz: Misel Maticevic kommt im Web ebenso großartig rüber wie Steffen Wink, Jürgen Tonkel und Floria David Fitz. Auch Heike Makatsch' Site kann sich durchaus sehen lassen. Schräg, aber liebenswert und irgendwie typgerecht: die Seite von "Elphlego" Charly Hübner. Man beachte das Video der "Aschewolkeautofahrt". Und noch ein Favorit von mir: die Seite von Antoine Monot Jr. - tolle Illustration, schöne Inhalte.

Always a woman

Das Leben einer Frau in 1:30 - so wie die UK-Kaufhauskette John Lewis es sich vorstellt:

Donnerstag, 6. Mai 2010

Im Angesicht des Verbrechens: Rosenregen oder Rübe ab?

Ja, doch, langsam nimmt es Fahrt auf. Auch wenn ich immer noch sagen muss: Herr Graf, Finger weg von den Rückblenden, das ist Fernsehen von gestern! Über den Hubschrauber, der zum Geburtstag der Mafia-Dame Rosenblätter abwirft, schweigen wir auch besser. Als wahre Hauptfigur kristallisiert sich indes immer mehr Mischa heraus. Seine Parabel vom Krieg der Mafiabosse zeigt: Mit ihm ist eine neue Generation am Ruder, die lieber mit dem Kopf entscheidet (auch wenn der dann anderweitig zur Abschreckung abgehauen wird) als mit der Wumme. Der dicke Lenz (herrlich eklig: Bernd Stegemann) entscheidet hingegen eher aus der Hose heraus und gönnt sich im Zug eine Kaviar-Schampus-Mädchen-Orgie, die nach seinem Herzinfarkt kurz zuvor sicherlich keine so gute Idee ist. Jetzt habe ich schon mehr als die Hälfte der Folgen gesehen - und frage mich langsam: Wie will man das alles zuende erzählen?

Dienstag, 4. Mai 2010

Im Angesicht des Verbrechens: Russisches Flechtwerk

"Es gibt noch viele lose Fäden" sagte Rolf Basedow, Autor von "Im Angesicht des Verbrechens", im Interview. Aus diesen Fäden hat er auch im dritten und vierten Teil ein sehr löchriges Netz gesponnen. Man hat sogar eher den Eindruck, dass immer noch mehr Fäden dazukommen, sich ständig neue Nebenstrecken auftun. Zum Beispiel der korrupte Polizist, der eine Affäre mit einer Kollegin hat. Oder das Familienleben des russischen Mafiabosses, der vor seiner Villa harmlos Kindergeburtstag im Kreise seiner Lieben feiert.

Max Riemelt läuft noch immer in zu großen Schuhen durch die Szenen - was geht in diesem Mann vor, was will diese Figur? Den Bruder rächen, aber mit so wenig Leidenschaft? Ich kaufe ihm den aufrechten Polizisten immer noch nicht ab, er spielt ihn wie ein Abiturient in der Theater-AG. Lichtblick immer wieder: Misel Maticevic, der mit einem abgründigen Blick eine ganze Szene retten kann und in seiner Zerrissenheit glaubwürdig wirkt. Ansonsten: Viel Hauerei. Es ist so eine ganz andere Welt. Und die Figuren geben uns wenig Grund, uns mit ihnen zu solidarisieren.

Montag, 3. Mai 2010

Confessions on a dancefloor

Ein Freitag Abend mit der Großfamilie, die Gespräche klingeln durcheinander, der Fernseher läuft im Hintergrund und ich muss immer wieder hingucken. Schlimm genug: Es läuft "Let's dance", das auch ohne Ton hart an der Grenze ist. Nicht ganz so schlimm wie Hasselhoff zuletzt im Musikantenstadl, aber ebenso grotesk: Brigitte Nielsen schleudert einen armen Beau über das Bohnerwachs, dass einem Hören uns Sehen vergeht. Man hat schon Pferde tanzen sehen! Ich hake auch den Auftritt von "Rolfe" und Begleiterin gedanklich schnell ab und habe zum Glück am Sonntag Abend schon wieder vergessen, wie grausam Fernsehen manchmal sein kann. Und zack, schon wieder ein neuer Polizeiruf aus Rostock. Diesmal hart, brutal und bis an die Grenzen explizit: abgerissene Beine, zermatschter Kopf, und die Kamera hält unbekümmert drauf. Der Fall: spannend, undurchsichtig und leider am Ende nicht komplett aufgelöst. Zudem noch mit einem Kai-aus-der-Kiste-Effekt am Ende: Woher bitte kam plötzlich der Schnee im Rostocker Wald? Auf eine Liasion zwischen den Kommissaren kann ich übrigens gut verzichten, liebe Macher. Bitte lasst es nicht so gewöhnlich werden - dafür ist die Kombi Sarnau-Hübner einfach zu wertvoll.

Samstag, 1. Mai 2010

Bei Hempels unterm Sofa

...genau da sollte man sie verstecken. Denn beide haben eins gemeinsam: Sie sind unglaublich hässlich, aber leider braucht man sie doch. Ich rede von Fernbedienungen und Programmzeitschriften. Fernbedienungen sind bei uns im Haushalt so etwas wie die neunköpfige Hydra: Egal wie oft man sich ihrer entledigt, sie wachsen immer nach. Wir haben inzwischen vier - für den Videorecorder, den Fernseher, die Stereoanlage und den Festplattenrecorder. Und immer liegt eine gerade da, wo man sich hinsetzen will! Mit Programmzeitschriften ist es nicht besser. Müssen die so grell sein? Das sind Augenschmerzen! Schon beim Anblick des Covers (meistens eine gefotoshopte Grazie im Bikini) bleibt mir so die Luft weg, dass ich nur noch todesmutig schnell reinschaue, die Uhrzeiten scanne und dann das Teufelswerk schnell unter einem Zeitschriftenstapel verschwinden lasse. Wo sind denn die ganzen Mediendesigner dieser Welt, haben die kein Einsehen? Aber selber schuld, ich kaufe sie ja doch immer wieder. Das nackte Programm in der Tageszeitung ist mir dann doch zu dröge. Ich bin mir allerdings sicher: Sollte ich jemals in die Hölle kommen, warten da alle meine abgelegten Fernbedienungen und ein Schrank voller TV-Zeitschriften auf mich. Und zwar ohne Fernseher!