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Dienstag, 4. Mai 2010

Im Angesicht des Verbrechens: Russisches Flechtwerk

"Es gibt noch viele lose Fäden" sagte Rolf Basedow, Autor von "Im Angesicht des Verbrechens", im Interview. Aus diesen Fäden hat er auch im dritten und vierten Teil ein sehr löchriges Netz gesponnen. Man hat sogar eher den Eindruck, dass immer noch mehr Fäden dazukommen, sich ständig neue Nebenstrecken auftun. Zum Beispiel der korrupte Polizist, der eine Affäre mit einer Kollegin hat. Oder das Familienleben des russischen Mafiabosses, der vor seiner Villa harmlos Kindergeburtstag im Kreise seiner Lieben feiert.

Max Riemelt läuft noch immer in zu großen Schuhen durch die Szenen - was geht in diesem Mann vor, was will diese Figur? Den Bruder rächen, aber mit so wenig Leidenschaft? Ich kaufe ihm den aufrechten Polizisten immer noch nicht ab, er spielt ihn wie ein Abiturient in der Theater-AG. Lichtblick immer wieder: Misel Maticevic, der mit einem abgründigen Blick eine ganze Szene retten kann und in seiner Zerrissenheit glaubwürdig wirkt. Ansonsten: Viel Hauerei. Es ist so eine ganz andere Welt. Und die Figuren geben uns wenig Grund, uns mit ihnen zu solidarisieren.

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