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Freitag, 4. Juni 2010

Kastriert: "Das wilde Leben"

Liebe Hippies. Die einen kopieren euch, die andern machen Witze über euch: euer Lebensmodell von damals wird heutzutage alles, nur meistens nicht ernst genommen. Aber den Uschi-Obermaier-Film "Das wilde Leben", ausgestrahlt gestern Abend auf Sat1, habt ihr wirklich nicht verdient: An dieser Kostümparty stimmte nicht der kleinste Zwischenton, und gute Momente habe ich vielleicht deshalb gar nicht bemerkt, weil meine Entrüstung über Matthias Schweighöfer als Rainer Langhans zu groß war. Man mag über das Original denken was man will, aber diese Kopie mit der überdimensionalen Kraus-Perücke wird ihm nun wirklich nicht gerecht. Zumal auch Schweighöfer die ironische Distanz zu seiner Rolle überdeutlich anzumerken war. Über Obermaier selbst erfuhr man außer optischen Details nicht viel - wie tickte diese Frau wirklich, was wollte sie? Vielleicht gab es in der zweiten Hälfte mehr Hinweise, ich habe den Film ehrlich gesagt nicht zu Ende gesehn. Völlig absurd wurde es durch die Werbung zwischendurch: Gerade noch wälzen sich die Kommunarden nackt auf dem Boden, dann springt der Spot rein. "Finden Sie Ihren Partner ganz einfach online auf parship.de!" So geht das heute, liebe Hippies.

Wenigstens meine kleine Tochter schenkt Uschi etwas mehr Aufmerksamkeit. Als ich neulich in einer Zeitschrift blätterte, entdeckte sie die "Me myself an Mey"-Anzeige mit Obermaier. "Mama, wer ist das?" - "Das ist Uschi Obermaier." - "Mmmh. Mama, die Oma Uschimaier is' nackidei!"

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