Google+ Followers

Donnerstag, 8. Juli 2010

Tag 1 nach dem verlorenen Halbfinale: Fernsehkater.

Puh. Jetzt muss ich mich erst einmal wieder sammeln. Der Finaltraum ist ausgeträumt und der Fernsehkater setzt ziemlich schnell ein. Keine Serie, kein noch so guter Film hat mich in der letzten Zeit körperlich so mitgenommen wie die Deutschlandspiele. Kein Wunder: Außer bei "24" gibt es sonst nirgendwo diese unglaubliche Echtzeit-Relevanz, die einen ans Sofa nagelt und jeden Gang aus dem Zimmer sofort mit einer verpassten Szene bestraft. Oder gar mit einem Tor. Jetzt ist die Luft komplett raus. So sehr raus wie bei den Außenreportern der ARD gestern: Die eine stand nach dem Spiel allein gelassen im Müll der abgerauschten Fans, ein anderer verlor sich in den leeren Rängen eines Public Viewing Stadions. Verlieren macht ganz schön einsam. Und traurig. Beim Interview mit Philipp Lahm hätte ich am liebsten durch den Bildschirm gegriffen und ihm auf die Schulter geklopft. Junge, es kommen auch wieder bessere Zeiten! Und sicher auch bessere Moderationen, um mal hart das Thema zu wechseln. Über Katrin Müller-Hohenstein wurde ja viel geschrieben. Aber ist jemandem ihr Bonmot vorgestern beim ersten Halbfinalspiel aufgefallen, als sie fragte: "Hab ich da eine Fata Morgana gehört?" Nein Katrin, das waren Vuvuzelas. Aber das kann man schon mal verwechseln. Ich räum' jetzt das Leergut vom Wohnzimmertisch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen