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Montag, 27. September 2010

Tatort Berlin: Die hohe Kunst der Langeweile

Über den Tatort "Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen" will ich heute nicht viele Worte verlieren, er war einfach zu langweilig. Wie fast immer, wenn Krimis in der Kunstszene spielen, kam die Geschichte verkrampft und gewollt rüber, ohne auch nur eine Minute lang zu berühren. Von der absurden Lockenperücke, mit der man die arme Karoline Eichhorn gestraft hatte, ganz zu schweigen. In dieser schwachen Vorstellung haben aber zwei Schauspieler in Nebenrollen für kurze Qualitätsmomente gesorgt, die ich schon lange mal lobend erwähnen wollte. Aus der der Reihe "Tolle Schauspieler, deren Namen ich mir nie merken kann": Bernhard Schütz, der inzwischen schon Tatort-Stammgast ist, im Übrigen seit Mitte der 90er Jahre zum Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gehört. Sidekick Ernst-Georg Schwill als Berliner Assistent möbelt immer wieder selbst drögeste Büroszenen auf. Wer ihn aber mal in jungen Jahren erleben will, dem empfehle ich "Berlin - Ecke Schönhauser" (1956). Die Kodderschnauze hatte er schon immer!

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