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Montag, 25. Oktober 2010

Tatort Kiel: Dünner Energydrink - trotz Sibel

"Ich vermisse Maren jetzt schon" simste ein Freund gestern nach den ersten fünf Tatort Minuten. Recht hatte er: Ohne Maren Eggert alias Frieda Jung ist Borowski nur halb so geheimnisvoll. In ihrem irritierten Gesichtsausdruck spiegelte sich sein spröder Glanz, der gestern völlig verflogen schien. Oder war sein Charisma vor lauter Themenwochen-Ernährungs-Gedöns ganz zugekleistert? Gleich drei Drehbuchautoren hatten am Stoff geschraubt, das ließ nichts Gutes erwarten. Und zerfranst war's dann auch. Ja gut, wir haben unsere Lektion gelernt, wie die böse Lebensmittelfabrik funktioniert. Aber Werksführungen hat die Sendung mit der Maus schon besser inszeniert.

Die Autoren hatten ihre Hausaufgaben gemacht - und es mit der Recherche leider zu gut gemeint. So tief steckten sie im Thema, dass Borowski zwischendurch mit Zuschauers Stimme sprechen musste: "Erklär das doch mal so, dass ich das auch verstehe!" Besser geworden wäre es vielleicht mit einer anderen Besetzung: Esther Schweins verzog kaum eine Miene (oder kann sie das gar nicht mehr?), der Vater des Opfers kam wie der Unglücksrabe vom Dienst daher. Und Sibel Kekillis erster Auftritt? Mehr als Kaffee kochen und den Motor reparieren durfte sie ja nicht wirklich. Das ist noch ausbaufähig. Und dass wir nicht lesen durften, was Frieda in ihrem Brief an Borowski geschrieben hat: Frechheit!

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