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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Martin Brambach: Auf allen Kanälen

Ich führe ja schon seit einiger Zeit meine ganz persönliche Martin Brambach-Strichliste. Derzeit liegt die Brambach-Quote der Öffentlich-Rechtlichen bei gefühlten 30 Prozent zur besten Sendezeit. Es gibt kaum noch einen Tatort ohne ihn: Zuletzt nervte er Ulrich Tukur als Dorfpolizist, am kommenden Sonntag wird er im Leipziger namens "Schön ist anders" zu sehen sein. Und wer hat gestern Abend genau hingesehen? In "Die Entdeckung der Currywurst" hatte er einen kurzen, aber ganz brambach-typischen Auftritt als Gauredner. Der Mann ist präsent - ja fast schon überpräsent. Und ich sage: richtig so. Denn keiner verkörpert so gut den typisch deutschen Durchschnittsbürger aus der Mittelschicht, der bevorzugt in einer Bürotätigkeit vor sich hin dämmert, mit Durchschnittstalent in einem Durchschnittsleben. Schnoddrig, unbeholfen und immer ein wenig schlecht gelaunt.

Brambach schlüpft wie kein Zweiter chamäleonartig in diese Rollen. So gut, dass man ihn kaum noch wahrnimmt. Vielleicht besetzt man ihn deshalb so oft. Weil er mit seinem Umfeld verschmilzt, ganz gleich in welcher Geschichte. Und er wählt sich davon nur die besten aus: "Das Leben der Anderen", "Yella", "Unter anderen Umständen", "KDD" - die Liste ist lang und wird immer länger. Das ist gut und soll auch so bleiben. Aber man fragt sich schon: Wann hat Brambach mal frei?

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