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Montag, 6. Dezember 2010

Tatort Köln: Morden wir bei Muttern

Ich wollte ja eigentlich wie so oft über den Tatort gestern schreiben. Aber da muss etwas schief gelaufen sein bei der Programmplanung! Statt Krimi kam im Ersten so eine Art Inga-Lindström-Wannabe, ein pilcherisiertes Familiendrama vom Niederrhein. Im zähen Nebel nur herumdrucksende Gestalten, die sich nicht aus Was-auch-immer befreien können. Der Ehemann (verschenkt: Mark Waschke) frisst den Frust über seine lesbische Ehefrau in sich rein und schraubt an Holzgebilden herum - was für einen Beruf das auch immer darstellen sollte. Die Ehefrau kann sich auch nicht durchdringen: Kurz zieht sie zur lesbischen Freundin, aber kaum ist diese tot, hängt sie sich wieder an den Ehemann. Und da ist die Graberde noch frisch! Die Einzige, die handelt, ist Muttern: Die greift beherzt zur Wumme, damit die Familie ja nicht auseinanderbricht. Denn was soll denn der arme Schwiegersohn sonst machen? Muss doch Ordnung herrschen! Und leider, leider scheinen das selbst die Kommissare am Ende genauso zu sehen. Die Ehe sei eben doch mehr als ein bisschen Gefühl, heißt es da. Amen. Haben wir ja wieder was gelernt. Und jetzt wo ich es schreibe - da waren tatsächlich Kommissare! War es gar doch ein Tatort, aber ein ganz schröcklicher? Ich muss nochmal im Programmheft nachsehen...

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