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Montag, 10. Januar 2011

Haase, Hühner - und Langhans wird reich

Die Fernsehfreundin lässt es zum Jahresbeginn langsam angehen und tuckert mit ihrem Rezensions-Zug ein wenig hinterher. Dabei hatte die letzte Fernsehwoche einiges zu bieten. Zunächst die Erkenntnis, dass ich eine Volksinitiative für mehr Doppelfolgen gründen sollte. Es macht einfach mehr Spaß, wie man beim Auftakt von Doctor's Diary gesehen hat. Die dritte Staffel hat in den ersten beiden Folgen das geschafft, was ich nach Staffel zwei bezweifelt hatte: Geht es noch lustiger? Ja, es ging: Mit perfektem Timing, knackigen Dialogen und vor allem männlichen Darstellern, die Gretchen Haase locker an die Wand spielten. Unerreicht: Doktor Kahn als Pandemie-Beauftragter und Schwester Sabine im Kampf mit dem XXL-Tampon. Soviel Lachtränen am Mittwochabend waren noch nie.

Der Tatort gestern legte indes Bleischwere über die Wohnzimmercouch. Kein Wunder, dass selbst Ballauf inzwischen häufiger während des Ermittelns einschläft - man kann es ihm nachfühlen. Wer möchte schon unter derartig grauen Herren ermitteln müssen wie in diesem Fall rund um eine Unternehmensberatung, die in einem Verlag die Mitarbeiterliste mähte? Da hatte selbst der absurd verbohrte Geflügel-Lobbyist Thomas Janning noch mehr Temperament, der im Anschluss bei Anne Will die deutschen Hühnerfarmbetreiber als "verantwortungsvolle Tierhalter" lobte. Erstaunlich, dass bei seinen schmerzfreien Tiraden keinem der Teilnehmer das Christian Rach'sche Rührei im Hals steckenblieb. Es wurde einfach weiter herumgeeiert. Und sonst? Wirft das Dschungelcamp seine Schatten voraus. Wer hat sich da verplappert und die Gage von Rainer Langhans verraten? Am Ende noch er selbst? Hoffen wir, dass er die Sendung antreten kann - und nicht von beleidigten Ex-Genossen den Hühnern zum Fraß vorgeworfen wird.

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