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Samstag, 12. Februar 2011

Hallelujah für Gottschalk: Entertainen kann man nicht alleine

Es war keine leichte Aufgabe, nach dem Unfall von Samuel Koch in der vergangenen "Wetten,dass...?" Sendung wieder zur Normalität zu finden. Thomas Gottschalk verkündete gleich zu Beginn konsequenterweise seinen Rücktritt: nach der Sommersendung auf Mallorca soll Schluss sein. Als das endlich ausgesprochen war, schien es, als sei eine Last von ihm gefallen - so locker hat er wohl lange keine Sendung mehr wegmoderiert. Das lag nicht zuletzt auch an der stimmigen Zusammensetzung der Couchgäste, die mit ihrer Leichtigkeit und ihrem Humor selbst Naomi Campbell auf ein erträgliches Niveau mitzogen. Das Paar Liefers-Loos plauderte entspannt, als säße es auf dem heimischen Sofa, selbst die sonst etwas steife Maria Furthwängler machte Witze, und Annette Frier nahm die viel zu hohen Highheels mit Würde.

Bei den Wetten selbst ging man natürlich kein großes Risiko ein. Frisbeewerfer, die Kerzen auspusteten, ein Salami-Golfer oder auch der Abiturient, der mit den Füßen Glühbirnen eindrehte: charmante Ideen, fast wie zu alten Wetten, dass...?-Zeiten - es geht eben auch ohne Hightech und schweres Gerät. Und selbst die Musik war halbwegs erträglich: Lindenberg, Take That, Max Raabe und ein von den Hallensern auf Flaschen geblasenes Hallelujah - da haben wir schon deutlich schlimmere Mischungen gehört. Vielleicht sollte es sich Gottschalk doch noch einmal überlegen mit dem Abgang - wo doch seine Gäste schon so gebettelt haben, er möge bleiben. Selbst das "heute journal" widmete ihm einen Abschiedsbeitrag. Und Kleber erinnerte daran, was jetzt ansteht: die Suche nach einem Nachfolger. Es wird kein Leichtes.

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