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Dienstag, 1. Februar 2011

Lena Meyer-Landrut: Zu viel des Guten

Als ich noch ein Teenie war, stieß meine Mutter eines Tages auf eine Zucchini-Quelle. Eine Nachbarin hatte zuviel angebaut und versorgte uns fortan reichlich mit dem grünen Gemüse. Dankbar wurde es weiterverarbeitet - als Auflauf, als Ratatouille, Zucchini im Pfannkuchen, Zucchini zum Fleisch, Zucchini im Salat. Bis uns irgendwann die Zucchini derbe zum Hals raushing. Denn egal in welcher Variante sie daherkam, sie blieb immer eine Zucchini. Ungefähr so kam es mir gestern bei der Grand Prix Show mit Lena Meyer-Landrut vor. Süß war sie, gut sah sie aus in ihren Outfits. Aber Lena bleibt eben trotzdem immer noch Lena - ein bisschen steif in der Hüfte und kurzatmig im Gesang. Mit gutem Songwriting lässt sich da zwar einiges rausholen - wie "That again" von Raab und das geheimnisvolle "Taken by a stranger" von Morier/Seyffert/Birkenes zeigten. Zum Ende hin stellte sich bei mir aber ganz klar Übersättigung ein - man fragt sich schon, wie man das zweite Halbfinale durchhalten soll.

Immerhin wird dann die Jury mit Joy Denalane und Anke Engelke sicher mehr Elan mitbringen als Stefanie Kloß und Schnarch-Graf Unheilig. Obwohl, einmal musste ich doch herzlich lachen - als Kloß sagte: "Wir beide hören ja sonst nicht so viel Kommerz." Ich muss mal drauf achten, ob sich die beiden beim eigenen Auftritt tatsächlich die Ohren zuhalten.

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