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Dienstag, 17. Mai 2011

In Sachen Opdenhövel: Warum das Erste mehr Ostwestfalen-Lippe braucht

Kaum ist der Name gefallen, schon hacken alle drauf herum: Matthias Opdenhövel soll zum Team der Sportschau stoßen. Ja warum denn nicht? Verdient hat er es allemal. Nicht nur, weil der gebürtige Detmolder ein Volontariat bei Radio Lippe überlebte - er hat auch in seiner Fernsehkarriere viel Trash mit Würde wegmoderiert. So ehrlich und unprätentiös spricht nur einer, der die feuchte Luft des Teutoburger Walds inhaliert und ansonsten die Sonne nicht übertrieben oft gesehen hat. Meine Fernsehbiograpie hatte jedenfalls immer wieder echte Opdenhövel-Momente.Unvergessen: Die Musikrateshow "Hast du Töne?" (bis 2001 bei Vox), bei der man regelmäßig an verfremdeten Refrains oder ins Deutsche übersetzten Liedtexten zu knacken hatte.

Seinen ostwestfälischen Charme entfalten konnte Opdenhövel nicht zuletzt bei "Schlag den Raab" und rund um den ESC: mit leicht zynisch gekräuselten Mundwinkeln und kurzsichtigem Eulenblick durch die schlaue Brille. Wie arg es um seine Dioptrienbilanz bestellt ist, verrät die Pastewka-Folge Das Gewitter, aufschlussreich ist sicher auch sein Buch "Die Schnellficker-Schuhe und andere Geschichten; Erlebnisse eines VIVA-Moderators". Jetzt also Fußball. Dürfte ihm als Ex-Gladbacher Stadionsprecher nicht schwer fallen. Und der Weg ist frei für mehr, es wird sich sicher eine Show finden. Ein Hoffnungsschimmer zwischen den Pilawas dieser Welt - denn ein Ostwestfale wird nie Schwiegermamas Liebling sein und versucht es deshalb auch erst gar nicht.

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