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Montag, 2. Mai 2011

Tatort Münster: Hibbelig, knorzig, gut

Die letzten Tag standen im Zeichen des "Na endlich": Endlich ist das Meisterschafts-Hin-und-Her rund um Borussia Dortmund ausgestanden, endlich ist Gottschalk abgetreten, endlich sind Prinz und Prinzessin unter der Haube. Nur der Münster-Tatort scherte aus. Wer gehofft hatte, es würde endlich mal ein sinnvoller Fall gelöst, guckte in die Röhre. Wieder dienten der hibbelige Charme von Professor Börne und die Knorzigkeit von Kommissar Thiel als Kleister, der die Folge zusammenhielt. Weh getan hat das trotzdem nicht. Die absurden Verirrungen des ungleichen Ermittler-Paars kann man nur lieben oder hassen. Ich entscheide mich für Ersteres und habe mich köstlich bei Börnes Schädel-Rekonstruktion und Thiels ungelenken Flirtversuchen mit der Steuerfahnderin aka Lindenstraßen-Marion vergnügt. Der irre Kartoffelkönig und der untergetauchte Finanzverbrecher störten da fast ein wenig. Besser in einen Petzold-Film gepasst hätte auch der gläserne Bungalow, in dem die Menschen blasser blieben als die Fische im Aquarium. Dass dies am Ende in tausend Teile zerbarst, war nur konsequent. Insgesamt ein irrlichternder Spaß, der 11,9 Millionen Menschen anzog: Es war der meist gesehene Tatort seit 1993.

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