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Montag, 27. Juni 2011

Polizeiruf 110 Potsdam: Kalter Einstand für Olga Lenski

Endlich eine neue große Rolle für Maria Simon - und doch eine Enttäuschung: Ihr Einstand als Olga Lenski im Brandenburger Polizeiruf 110 blieb merkwürdig flach und emotionslos. Dabei gab es für ihren Charakter jede Menge Steilvorlagen von ihren Sidekicks Horst Krause und Neumann (gerne mehr von Fritz Roth!) - doch Simons Ausdruck changierte zwischen ruppig, spröde, motzig - mehr war offenbar nicht drin. Das machte es einem schwer, diese Frau zu verstehen, die bei Sonnenaufgang im See schwimmt und mit einem schwarzen Van durch die Gegend kutschiert. Warum? Kein Hinweis, denn die Dialoge beschränkten sich darauf, nur das Nötigste zum Fall zu vermitteln. Für viel Emotion schien hier kein Platz. Auch der Fall: verdreht und konstruiert kam die Geschichte um ein verkanntes Physik-Genie daher, selbst die tolle Besetzung mit Tom Schilling und Burghart Klaußner konnte nicht mehr Tiefe in das Forschungsdrama bringen. Und Lenski? Runzelte die Stirn, kaute an der Oberlippe und wurde ein einziges Mal ganz unmotiviert laut, als sie eine Zeugin zusammenfaltete. Ansonsten - a penny for your thoughts, my dear - schien sie der Fall relativ kalt zu lassen. So wie mich. Umso mehr freue ich mich auf den nächsten Fall mit den polterigen Chaoten aus Rostock.

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