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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Das Fernsehjahr 2011: Trends, Trash und Trips

Ich zappe gemütlich aufs Jahresende hin - Zeit, einmal kurz zurückzuspulen. Wie war das Fernsehjahr 2011? Ganz im Gegensatz zur Politik: gemächlich und unaufgeregt. Ein paar Minitrends kristallisieren sich heraus:

1. Es lohnt sich, im Nachtprogramm zu wühlen, da gibt es viele Perlen zu entdecken. So hat mich zum Beispiel Taras Welten mit Toni Colette hellauf begeistert - Festplattenrecorder sei Dank, denn das Erste wollte die preisgekrönte Serie heimlich nach ein Uhr nachts versenden. Aber nicht mit mir, Freunde, ich habe euch erwischt!
2. Kandidatenbashing ist out, Kuschelkurs ist in: Dank The Voice of Germany begeistern Casting-Shows jetzt auch Gutmenschen. Und mit David Pfeffer hat X-Factor ein scheues nettes Reh in die Popszene herausgeschickt, das hoffentlich nicht allzu schnell von den Wölfen geholt wird.
3. Tatort kann richtig gut sein, wenn man es ernst meint - das haben die neuen Fälle mit Tukur in Wiesbaden und Kunzendorf-Krol in Frankfurt gezeigt. Nur zu gut darf man es nicht machen, sonst ergeht es einem wie Kurtulus in Hamburg: zu visionär, zu wenig Quote - das war's dann. Es folgt die Höchststrafe: Schweiger als Nachfolger.
4. Scripted Reality flutet nicht nur das Programm zur Bügelzeit - die Leute nehmen es auch noch für bare Münze, wie eine Studie gezeigt hat: Die Hälfte der Zuschauer hält die geschriebenen Szenen für Realität. Höchste Zeit für eine Lügenfernsehen-Bremse.
5. Gut gemachte Comedy hält sich auch dann im Programm, wenn drumherum alles weggespart wird. Siehe Pastewka, auf dessen neue Staffel ich mich ehrlich freue. Auch Strombergs Ausflug ins Kino, der mit Hilfe der Fans finanziert werden soll, entwickelt sich vielversprechend.
6. Rainer Langhans ist nicht mehr jung, aber er braucht das Geld. Nach dem Beinahe-Trip ins Nirwana beim Dschungelcamp presst er noch den letzten Tropfen neugewonnene Popularität aus und tingelt als Redner durch die Lande. Das muss Brigitte Nielsen 2012 erst einmal toppen.

In diesem Sinne: Dranbleiben und weiter besser fernsehen!

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