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Montag, 16. Januar 2012

Tatort-Gähn und Dschungel-Schnarch: Fernsehen im Winterschlafmodus

Die Briten haben es wieder einmal geschafft: Downton Abbey aus der Schmiede von ITV hat heute Nacht einen Golden Globe gewonnen (wenn auch in der fragwürdigen Kategorie "Beste Miniserie oder Bester Fernsehfilm" - was bitte war an dieser Serie mini?) und damit inzwischen alle nennenswerten Preise abgeräumt. Und bei uns? Was das dramatische Erzählen angeht, schafft Deutschland zurzeit gerade mal den Klassenerhalt. Sehr schön zu sehen war das beim gestrigen Leipziger Tatort: Spätestens um 21.15 Uhr wusste jeder, der nicht den halben Film schlafend verbracht hatte, dass der düstere Nerd vom Layout-Tisch der Mörder sein muss. Trotzdem wurden bereits mehrfach breitgetretene Informationen (die Opfer waren doch gerade noch so glücklich gewesen, und jetzt das!) noch einmal von den Kommissaren laut denkend wiederholt. Hält das Erste seine Zuschauer wirklich für so blöd? Ja!

Das muss man den Machern des Dschungelcamps lassen: Sie wissen um den Irrwitz ihrer Produktion und können über sich selbst lachen. Schade nur, dass die brillant bösen Moderationen von Bach und Zietlow dieses Mal die Schnarchveranstaltung nicht retten können. Woran liegt es: Sind Kandidaten wie Ramona Leiß oder Brigitte Nielsen einfach zu abgewrackt, um noch ein bisschen Elan aus sich herauszuholen? Hat Raven gerade eine rabenschwarze Phase? Ist den Liegenplattsitzern der letzte Rest Power mit den Bohnen flöten gegangen? Fast vermisst man schon Langhans, Knappik und Carríere - aber nur fast. Denn das Gedöns zwischen Lianen hat man am nächsten Tag schon so schnell vergessen wie die DSDS-Sieger von gestern. Lieber auf einen Lichtblick freuen: Die neue Staffel von Danni Lowinski startet im Februar und ich durfte mir zwei Folgen im Rohschnitt ansehen. Mehr dazu beim nächsten Mal!

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