Google+ Followers

Donnerstag, 15. März 2012

Rizzoli & Isles: Zwei Krimi-Püppchen wie gemalt

Die Idee ist gar nicht schlecht: zwei Frauen ermitteln zu lassen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Polizistin Jane Rizzoli hat - klischeehaft ihren italienischen Wurzeln entsprechend - ein aufbrausendes Temperament und schert sich nicht um Regeln. Ihr Gegenpart, Pathologin Maura Isles, ist eher der verkopfte Typ und macht sich nicht gern die manikürten Hände schmutzig. Goldmarie und Pechmarie gehen ermitteln, sozusagen. Mit Highheels und Handschellen. Optisch kommt "Rizzoli & Isles" dann aber leider doch nicht so kontrastreich daher. Der Look ist derart glatt gestylt, dass man selbst bei einem von Bösewichten völlig verwüsteten Raum den Eindruck hat, der Fußabdruck des Setdesigners sei noch warm. Rizzoli übernimmt zwar gern den dreckigen Part der Ermittlerarbeit, aber selbst ihr beschmutztes Shirt nach einem Mordanschlag wirkt wie angemalt. Die beiden sollen halt aussehen wie aus Sex and the city entsprungen. Was die Pointen angeht, können sie mit Carrie Bradshaw aber nicht mithalten - zu flau. "Rizzoli & Isles" basiert auf den Romanen von Tess Gerritsen, die der Phantasie sicher mehr Spielraum geben. Das Werbeplakat mit den beiden langbeinigen Schönheiten hat allerdings gewirkt: Rund drei Millionen Zuschauer folgten ihnen auf Vox. Und damit könnten sie die weibliche Alternative zum ebenso glatt polierten "The Mentalist" werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen