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Montag, 7. Mai 2012

Abschied von Cenk Batu: Ein Ende mit Schrecken

Dass die Hamburger Tatort-Fälle mit Cenk Batu abgesetzt werden, ist an sich schon eine Schande. Dass ihm nicht einmal ein würdiger Abschied gegönnt war, umso gemeiner. Nicht nur, dass sich Mehmet Kurtulus durch eine überfrachtete Story wühlen musste, die kaum ein Klischee ausließ: die schwangere Freundin, die ihm natürlich nichts verrät, bis es zu spät ist; eine Horde wild gewordener Trader, die sich permanent selbst abfeiert - man mag von diesem Beruf halten was man will, aber so albern mag ich mir diese Banker einfach nicht vorstellen. Daneben Corinna Harfouch als eiskalter Engel mit Cyborg-Tunnelblick und Kai Wiesinger als schwacher Kanzler in Lebensgefahr. Da blieb für Batu selbst wenig Raum - als tragischer Held endet er schließlich angeschossen im OP. Und jetzt kommt's: Man bangt um Batus Leben, da dreht sich der Dienst habende Arzt um und murmelt unter seinem Mundschutz: "Machste zwei 1:30, das macht Lutz immer." Es dauert einen Moment, bis man die Stimme von Jörg Schönenborn erkennt, und dann murmelt eine Frauenstimme noch etwas von "kleinen Härchen". Da haben die einfach in die Sterbeszene reingequatscht! Liebe ARD, so geht das nicht: Der Mann ist noch nicht kalt, da wird schon fröhlich weitergeschnattert. Ein bisschen Respekt, bitte, und Finger weg von den Reglern! Bei Batus Nachfolger Herrn S. könnt ihr euch das nicht erlauben.