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Montag, 18. Juni 2012

Ungenießbarer Lothar: Vox findet eigene Doku-Soap doof

Arme Holländer. Ohne einen einzigen Punkt sind sie ausgeschieden, und acht Millionen Zuschauer haben es sich in ihrer Heimat vor dem Fernseher angesehen. Das ist bei einer Einwohnerzahl von rund 16 Millionen jeder zweite Niederländer. Man habe sich zur Lachnummer des Turniers gemacht, schreiben die lokalen Zeitungen heute, die Trikotfarbe schwarz sei vollkommen angemessen gewesen. Bloß gut, dass der Holländer per se nicht nachtragend ist. Spätestens zur nächsten WM wird das Selbstbewusstsein  ein neues Hoch erreichen, alles andere wäre nicht "gezellig". Ganz ungemütlich geht es derweil rund um Lothar Matthäus zu. Seine Dokusoap "Lothar - immer am Ball" macht schon Ärger, bevor sie überhaupt gesendet wurde. Vox-Chef Kai Sturm gefiel das Material gar nicht, woraufhin er die Sendezeit gen Mitternacht verschob. Aber hatte er wirklich etwas anderes erwartet? Aus einem Interview mit der WELT erfahren wir schon ein klein wenig, worauf wir uns freuen dürfen: Matthäus sortiert Joghurt im Kühlschrank nach Haltbarkeitsdatum, regt sich über schiefe Fußmatten auf und schimpft mit der Freundin, weil sie tatsächlich mit Strumpfhose ausgehen will. Das verspricht einiges. Gelacht wird übrigens eher wenig: "Wenn Sie vier Monate vor der Kamera stehen, können Sie nicht die ganze Zeit lächeln. Das wäre gelogen. Aber in Deutschland gibt es kein Mittelding, nur oben oder unten, Regen oder Sonnenschein", sagt Matthäus. Na na na, Lothar, nun mal nicht den Kopf hängen lassen! Die Sorgenfurchen über der Nasenwurzel sind in der letzten Zeit ohnehin schon verdächtig tief geworden. Wobei man sich schon fragt: Wie ist er da nur wieder reingeraten. Oder um im Reportersprech zu bleiben: Wie naiv ist es, sich ständig zum Kanonenfutter zu machen? Und damit zurück ins Stadion!

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