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Dienstag, 18. September 2012

Auf Herz und Nieren: Gut gemacht, voll verkannt

So! Sommerpause vorbei. Und schon muss ich mich wieder aufregen! Da hat es "Auf Herz und Nieren" (SAT1, 21.15 Uhr) gestern doch tatsächlich geschafft, dass ich das Buch beiseite lege und mit Spaß zuschaue. Ja, hier waren offenbar Autoren mit Liebe bei der Sache. Der Witz stimmte, das Timing war da, die Grundidee "Schnösel-Schönheits-Chirurg triff auf trauernden Engel in einer Berliner Kiez-Praxis" gar nicht mal so schlecht. Auch wenn mir Max von Pufendorf manchmal etwa zu cheesy erschien - das Ganze hatte viele charmante Momente. Und dann das: Quote abgeschmiert, nur 1,47 Mio. Zuschauer! Fernsehen kann so unfair sein - zumal wenn man bedenkt, dass das unsägliche "Es kommt noch dicker" in der Woche davor so viel mehr abgeräumt hat. Mit pubertärem Klamauk, gegen den die Supernasen aus den 80ern wie Arthouse Kino anmuten. Tröstend, dass die Quote ab der 3. Folge auch schon wieder den Sinkflug antritt. Und damit auf in den Fernseh-Herbst. Es kann nur besser werden!

Kommentare:

  1. »Auf Herz und und Nieren« ist in der Tat ganz nett gemacht, wäre aber nur halb so gut, wenn Stefanie Stappenbeck und Gerhard Garbers als kiffender Onkel nicht mitspielten. Dazu die geschwätzigen Sprechstundenhilfen – das ergibt eine ganz gute Mischung.

    Idee und Bücher sind das eine – die Besetzung das andere. »Danni Lowinski« gucke ich vor allem wegen des Vaters, der wunderbar von Axel Siefer dargestellt wird. Ähnlich ist es bei »Mord mit Aussicht« - die drei Ermittler im Revier sind mit Caroline Peters, Meike Droste und Bjarne Mädel hervorragend besetzt.
    Das ist auch ein Grund, warum, »Es kommt noch dicker« nicht funktioniert. Wolke Hegenbarth spielt so fürchterlich stereotyp ihre Rolle runter, daß ich nach wenigen Minuten umschalten musste. Wenn die Hauptfigur nicht überzeugt, kann man eine ganze Serie in die Tonne treten.

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  2. Das kann ich alles unterschreiben, lieber Stadtneurotiker! Bei Wolke Hegenbarth habe ich allein schon das Problem, dass ich nur die Hälfte von dem verstehe, was sie an Silben ausspuckt. Was für ein Gehaspel ist das, bitte! Und stereotyp trifft es genau.

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    1. Ich glaube, Wolke Hegenbarth kann nicht anders spielen. In »Alles Klara« rotzt sie ihre Rolle genauso runter. Nach »Mein Leben & ich« kam nix mehr von ihr.

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