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Mittwoch, 12. Dezember 2012

Homeland: Können diese Augen lügen?

Warum ich nichts über den letzten Tatort geschrieben habe? Ich hatte Besseres zu tun. Genauer gesagt: Ich hatte Homeland zu sehen. Eine Serie, die das Verhältnis der Amerikaner zum Terrorismus klug beleuchtet und verständlich macht. Worum geht es: Acht Jahre lang war US-Marine Nicholas Brody (Damian Lewis) im Irak verschollen. Dann endlich wird er in einer Art Verlies entdeckt - schwer gezeichnet. Zurück in seiner Heimat, feiert man ihn überschwänglich als Held. Doch CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) vermutet nach einem Hinweis eines Informanten, man habe Brody in der Haft zu einem Terroristen "umgedreht". Ist Brody ein Held oder ein Schläfer? Die Antwort will ich hier nicht geben, um nicht zu spoilern. Nur so viel: Es wird geschickt mit dem Misstrauen von uns Zuschauern gespielt. Hier ein rästelhaftes Detail, dort ein vielsagender Blick: Wer lügt hier, wem kann man noch trauen? Ist Brody einfach nur vollkommen traumatisiert und Mathison, die Psychopharmaka schluckt, nicht eher ein Fall für die Therapie? Oder sieht sie tatsächlich klarer als wir? Die Geschichte entwickelt Sogwirkung. Mich hat es an die erste Staffel 24 erinnert - man würde sich am liebsten ein paar Tage Urlaub dafür nehmen. 2013 soll Homeland auf Sat.1 zu sehen sein. Laut Geschäftsführung "die beste Serie der Welt". Ob das stimmt, lassen wir mal dahingestellt - zumindest ist Homeland aber ein brillantes Stück Fernsehen.

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