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Montag, 21. Januar 2013

Polizeiruf 110 Rostock: "Der Fisch ist illegal! Aber essen Sie ruhig weiter."

Ihr wisst es: der Rostocker ist mein liebster Polizeiruf. Weil er einfach alles hat: spröde aber doch pointierte Dialoge, dickköpfige Charaktere, Hafenflair, eine perfekte Besetzung. So auch diesmal in der Folge "Fischerkrieg", die sich illegalen Fischfangmethoden widmete. Eine Szene brachte die ganze Misere perfekt auf den Punkt: Bukow sitzt im Restaurant, Kollegin König bestellt ihm ein Fischgericht und klärt ihn über die Herkunft auf: schwarz gehandelt. Darauf ruft Bukow in den Raum: "Der Fisch ist illegal! Aber essen Sie ruhig weiter." Und so ist es im Grunde ja auch: Gelesen hat man schon so viel von Überfischung und Fangquoten, aber kaum jemand lässt sich davon beim Einkauf leiten.

Ich gelobe Besserung! Und muss gestehen, dass ich im "Fischerkrieg" zwischenzeitlich den Faden verloren habe und teils nicht mehr wusste, wer hier wen warum verdroschen hat. Ein Ruhepol in all dem Wirrwar: Kurt Manchen als Bukows Vater Veit, der diesmal richtig viel Dreck am Stecken hatte - und am Ende einen moralischen Teilsieg erringen konnte. Dass das Mordmotiv dann plötzlich einer Männerliebe entsprang, hat mir allerdings ein "Och nö!" entlockt, kam es doch wie Kai aus der Kiste, weit weg von den (ebenso wie der Fisch) illegalen Flüchtlingsfuhren nach Schweden, um die sich lange alles gedreht hatte. Insgesamt aber doch wieder ein passabler Wurf.

Und nicht vergessen: Ab heute gibt es neue Danni Lowinski-Staffeln - sie bekommt ein eigenes Büro. Ob das gut geht?

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