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Donnerstag, 7. Februar 2013

Neu im Lena Dunham Fanclub: Girls, Girls, Girls!

"Wir sind eigentlich zehn Jahre zu alt dafür, du und ich, aber ich hab trotzdem sehr gelacht!", sagte meine Freundin C. neulich zu mir. Sie ist nach Australien ausgewandert und meiner Zeit, auch was Serien angeht, immer einen Schritt voraus. Aber ich hole auf! Endlich gibt es "Girls" jetzt auf DVD und wie immer hatte C. Recht. Lena Dunham ist fantastisch. Anfangs weiß man nicht so genau, auf was man sich da gerade einlässt: Freundinnen-Comedy? Coming of Age-Story? Beziehungsdrama? Generation Praktikum? Es wird sehr viel und schnell geredet, an- und ausgezogen, ins und aus dem Bett gestiegen, atemlos. Aber die Hauptfigur Hannah Horvath ist einfach so sympathisch, dass man immer weitergucken muss. Dass Girls in New York spielt, habe ich zwischendurch völlig ausgeblendet - in Hannah können sich auch Frauen aus Gelsenkirchen-Buer wiederfinden. Sie hadert mit sich, ihrer Figur, ihrem Liebesleben, den Eltern, die ihr den Geldhahn zudrehen. Sie macht sich Sorgen, schlimme Krankheiten zu haben, googelt danach, twittert nebenbei, wartet auf SMS ihrer Affäre...klingt alles nicht sonderlich spektakulär, ist aber so ehrlich und politisch unkorrekt erzählt, dass man es einfach lieben muss. Denn dafür wird man als Durchschnittsmensch nie zu alt: Selbstzweifel, kreative Blockaden, Beziehungs-Irrwege, Sinnsuche. Woody Allens Wachablösung ist da: danke, Lena Dunham!

 

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