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Montag, 11. März 2013

Tatort Hamburg mit Til Schweiger: Balla-Balla für alle

Wie ging noch gleich das Sprichwort mit den Bauern und den dicksten Kartoffeln? 12,57 Millionen! Mehr als jeder dritte Zuschauer hat den Tatort mit Til Schweiger gesehen. Wie praktisch, dann muss ich nicht noch einmal wiederholen, worum es ging. Der Dritte kann es ja den jeweils zwei anderen erzählen. Vielleicht nur kurz: Ihr kennt diese Indoor-Spielplätze? Höllenlaut, ständig knallt einer hin, blutige Nasen, bis einer heult - und am Ende gibt es Pommes für alle? So in etwa: Nur dass hier statt Pommes Eier eine tragende Rolle spielten. Eier zum Frühstück, Eieruhr zum Erschrecken, Eiervergleich - selten wurde ein Leitmotiv so zu Tode geritten. Aber das war vielleicht die Stärke dieses Tatorts: Er ließ klar durchblicken, mit welcher Masche er uns unterhalten wollte - und machte sich dann über sich selbst lustig. Blöd nur, dass ich wieder höchstens die Hälfte vom Schweigerschen Genuschel verstanden habe. Nächstes Mal schalte ich Tafel 150 gleich von Anfang an zu. Überhaupt gab es hier ein eigenartiges Missverhältnis von echten Schauspielern, die ernsthaft eine Rolle verkörperten und auch so sprachen (Waschke, Hörbiger) und Schweiger, der einfach nur Schweiger war. Scripted Reality im Drama, sozusagen. Positiv hängen bleibt Assistent Fahri Yardim als männliche Lisbeth Salander im Quasselmodus. Sehr lässig! Fazit also? Ein netter neuer Spielplatz für Schweiger und seine Community. Am Ende sind sämtliche Töchter getröstet und die blutenden Nasen abgewischt. Alle gehen geschafft nach Hause und schlafen wie ein Stein.

Oder wie Wilhelm Busch einst sagte: "Das weiß ein jeder wer's auch sei // gesund und stärkend ist das Ei."

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