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Montag, 15. April 2013

Letzter Tatort mit Conny Mey: Abschied ist ein scharfer Nagelknipser

Die Pediküre fällt heute aus: In den nächsten Tagen wäre es mir sehr lieb, wenn alle erst einmal ihre Socken anlassen. Mein Bedarf an blutigen Zehen ohne Nägel ist vorerst gedeckt. Die zweite schlechte Nachricht: "Wer das Schweigen bricht" war der letzte Fall mit Conny Mey. Tröstlich, dass einem der Abschied nicht gerade schwer gemacht wurde: Seltsam unausgegoren war diese Episode, düster und lichtlos, und die podologischen Details hätte ich mir auch gern erspart. Ständig diese Folterfüße im Bild - da kriegt man ja Phantomschmerzen! Immerhin weiß ich jetzt, wie man Psoriasis ausspricht. Schade, dass der eigentlich spannenden Erzählstrecke im Gefängnis so schnell die Puste ausging - Steier machte da einen guten Job, "emotional etwas over ze top", wie er sagen würde. Doch dann kippte die Story: Nazis, Russen und Wärter spielten plötzlich kaum noch eine Rolle, es folgten Entführung, lahme Krankenhausszenen, Warten aufs SEK, ein 08/15 Showdown. Immerhin zeigten Steier-Mey ein letztes Mal, was dieses Duo so besonders machte: Steier stur wie aus Stein, aber schnoddrig mit Seele. Mey (diesmal erstaunlich hoch geschlossen) unbeirrbar direkt, schnörkellos und lustig. Zurecht fragte Steier, was denn jetzt aus "Ich geh' mit dir durch dick und doof" werde. Die beiden sind in ihrer doppelten Präsenz wohl kaum zu ersetzen. Bye, bye, Conny Mey - irgendwas von dir bleibt hier! Und wenn es nur das Mädchengemüse ist.

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