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Mittwoch, 11. September 2013

"Die 2" mit Gottschalk und Jauch: Warum die Best friends forever-Masche zieht

Gottschalk und Jauch in einer dreistündigen Sendung: dass dieser Tanz der Fernsehdinosaurier den TV-Kritikern eine Steilvorlage liefern würde, war ja klar. Altbacken, scheintot, zum Gähnen, so der Tenor. Die Zuschauer sahen das anders, knappe sieben Millionen blieben dabei. Warum? An Barbara Schöneberger kann es nicht gelegen haben: die Ärmste war diesmal offenbar so eng in ihr Kleid eingenäht, dass ihr nur sehr wenig Lockerheit entweichen konnte. Die Spiele können es auch nicht gewesen sein, da war selbst Mike Krüger in 4 gegen Willi seinerzeit kreativer. Und mit ihrer gespielten gutmütigen Trotteligkeit gingen mir die beiden Altstars schon nach wenigen Minuten so was von auf die Nerven.

Aber in einem Punkt hat RTL alles richtig gemacht: die Story der beiden Protagonisten stimmte. Man kann gegen die sentimentalen Einspielfilmchen am Anfang sagen was man will - dieses Best of Fernsehmomente erfüllte seinen Zweck. Bei vielen Zuschauern, die JauchSchalk schon seit Jahrzehnten im TV verfolgen, bedienten sie höchstwahrscheinlich eine große Sehnsucht nach Kontinuität und Verlässlichkeit. Seht her, hier sind zwei, die das ganze Business durchgestanden haben, mit allen Ups and Downs. Trotzdem sind sie noch befreundet und keine abgehobenen Promis. Es gibt sie noch, die guten Dinge - in unserer ach so schnelllebigen Zeit. Das zumindest wollte RTL uns glauben machen. "Die 2" sind ein bisschen wie Manufactum. Man kauft ihnen alles ab, so lange es den Hauch der guten alten Zeit verströmt. Das bisschen Mief gehört eben einfach dazu.

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