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Dienstag, 15. Oktober 2013

"Scandal" auf Super RTL: Olivia Pope zeigt ihr tolles Büro

Super RTL? Sind das nicht die mit den Cartoons? Die schalte ich ja eigentlich nie ein. Doch gestern gab es zum ersten Mal seit Jahren wieder einen guten Grund dafür, denn der Sender hat einen vermeintlich dicken Fisch an der Angel: Die ABC-Serie "Scandal" (immer montags um 20.15 Uhr), konzipiert von Shonda Rhimes (Grey's Anatomy, Private Practice), von Kritikern hochgelobt und eindrücklich empfohlen. Eine Workplace-Serie über die Politberaterin und Anwältin Olivia Pope, die reiche Leute mit schmutzigen Geheimnissen vor dem großen Skandal bewahrt.

Politik, Skandale - klingt gut, also habe ich eingeschaltet. Es könnte ja einer dieser Geheimtipps sein, der nächstes Jahr mit Emmys überhäuft wird. Wie's war? Nun ja: Ich wurde das Gefühl nicht los, durch einen besiedelten Einrichtungskatalog geführt zu werden. In Scandal ist alles überstylt: Das Büro mit dem gigantisch großen, auf Hochglanz polierten Konferenztisch nebst Designerstühlen (Eames?), die beleuchtete Recherchewand und auch das Team um die Olivia Pope.

Vielleicht war es aber auch gut, dass es wenigstens viel zu sehen gab, wenn schon nicht viel Gefühl aufkam. Vieles war einfach unglaubwürdig. Zum einen die ständigen Monologe der Beteiligten, wie jemand sein Leben zu leben habe ("Geh und leb' ein normales Leben, werde glücklich!"). Und dann die Beziehung von Olivia Pope zum Präsidenten, den nur die Überwachungskameras davon abhielten, sie auf dem Schreibtisch zu vernaschen. Noch dazu mit einem Gesichtsausdruck wie Robert Atzorn in jüngeren Jahren. Zu stereotyp auch Katie Lowes alias Quinn Perkins, das unerfahrene Greenhorn, dem ob der Abgezockheit von Olivia Pope ständig der Mund offen stand.
Letztere, alias Kerry Washington, wirkte übrigens seltsam abwesend, so als sei sie in der falschen Serie gelandet. Und musste man ihr die deutsche Stimme von Desperate Housewive Linette (Victoria Sturm) geben? Mich hat das sehr irritiert.

Fazit: überraschend enttäuschend!

 

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