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Montag, 4. November 2013

Tatort Erfurt: Homerun für den flotten Dreier

Inzwischen gibt es ja so viele regionale Tatort-Kommissare, dass man gelegentlich den Überblick verliert: Ist der jetzt neu oder kommt der nur so selten, dass man denkt, der sei neu (wie bei Murot aus Wiesbaden)? Bei den drei Newbies aus Erfurt indes war schnell klar: so ein Trio gab's bisher noch nicht. Emrah Ertem hat beim Casting ganze Arbeit geleistet. Friedrich Mücke, Benjamin Kramme und ganz besonders Alina Levshin machen in "Kalter Engel" einen tollen Job. Fünf Gründe dafür:

1. Die Jungs haben trainiert - egal wer rennt, es sieht richtig gut aus. Man muss sich zu keiner Zeit Sorge um Knie- und Hüftgelenksschäden machen, die eine Frühpensionierung nach sich ziehen könnten (siehe auch: Tatort Berlin, Tatort München).

2. Keiner spielt den anderen an die Wand.

3. Die Praktikantin wird wie eine Praktikantin behandelt: man schiebt ihr einen Stuhl vor die Fensterbank oder schmeißt sie einfach aus dem Verhörzimmer. Von gespielter Höflichkeit hält hier keiner etwas.

4. Es wird nur das Nötigste geredet. Wenn beim nächsten Fall seltener "krass" und "Alter" im Dialogbuch stünde, wäre das allerdings auch nicht schlecht. Man muss sich aber auch nicht darüber aufregen.

5. Endlich einmal hat der Kommissar das Kind, und nicht die überspannte alleinerziehende Kommissarin (siehe: Tatort Furtwängler).

Nach dem Münchner Schmarrn der vorherigen Woche eine echte Wohltat!

 

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