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Freitag, 28. Februar 2014

Freitags-Flusen: Botox für die Sachsenklinik und Karriereschub für Peter Dinklage

Gebt es zu, ihr habt sie schon vermisst - die Freitags-Flusen! (Wer hat hier gerade "nö" gerufen?) Heute endlich wieder, live und in Farbe: was diese Woche bei mir hängenblieb!

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Man war ja schon geneigt zu glauben, "In aller Freundschaft" sei die einzige Serie, bei der sich nie, aber auch nie etwas ändert. Professor Simoni sah ohnehin schon immer zerknauscht aus, seine anderen Ärztekollegen inzwischen auch. Es hätte bis 2099 so weiterlaufen können, ohne dass man es bemerkt hätte. Und jetzt das: eine Verjüngungskur! Botox für den Fernseh-Dino! Zuerst trifft es Maren Gilzer alias Schwester Yvonne, dann verlässt Ärztin Elena Eichhorn die Sachsenklinik. Und selbst Simoni soll sich langsam zurückziehen. Am Ende verlegen sie das Ganze noch ins hippe Berlin-Mitte. Aber ob das Hauptprogramms-Publikum das mitmacht?

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Huch, da isse wieder: Jennifer Lopez fühlt sich berufen, in einer TV-Serie mitzuspielen. Angeblich hat sie einen Vertrag für das Cop-Drama "Shades of Blue" abgeschlossen. Ob da vielleicht auch eine kleine Rolle für Maren Gilzer...nein?

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Heute geht's endlich wieder los: RTLII zeigt die dritte Staffel "Game of Thrones", diesmal nicht an einem Stück sondern in Doppelfolgen. Ich muss mir vorher unbedingt noch einmal die Karte ansehen, damit ich mich auch zurechtfinde. Übrigens führt Peter Dinklage Gespräche über die Hauptrolle in einer weiteren HBO-Serie.

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Nachdem "Schmidt - Chaos auf Rezept" im hohen Bogen aus dem RTL-Programm geflogen ist, folgt jetzt ein neuer Versuch, endlich einmal mit einer eigenen Serie Fuß zu fassen: "Der Knastarzt" geht am 3. April um 21.15 Uhr mit sechs Folgen on air. Mir schwant nix Gutes....


Und damit: Ab ins Wochenende, Fernsehvolk!

Freitag, 21. Februar 2014

Gewalt in TV-Serien: Wo ist das Limit?

Anders als sonst gibt es heute keine Freitags-Flusen. Das liegt daran, dass mich seit Tagen schon ein Thema umtreibt. Wie viel Gewalt tut dem fiktionalen Erzählen im Fernsehen gut? Dreimal bin ich in den letzten Wochen aus dem Zimmer gegangen, weil ich Gewaltszenen nicht ertragen habe. Bei einer davon wurden mir sogar die Knie weich. Vielleicht wird man mit der Zeit dünnhäutiger. Das kann natürlich sein. Vielleicht gibt es aber auch einen leisen Trend zur minutiös genauen Darstellung von Brutalität - oder sogar eine neue erzählerische Lust daran. Beispiele? Bitte sehr.

In der britischen Serie "Good Cop" wird ein Polizist zum Serienkiller, weil er den Tod seines Kollegen rächen will. Diese Kollege wird gleich zu Beginn derart brutal gequält und zusammengeschlagen, dass sich mir der Magen umdrehte. Nicht nur die Länge dieser Szene war kaum auszuhalten, auch die Geräusche und die Details. Muss man wirklich sehen, wie einem fast toten Menschen noch einmal mit aller Gewalt vor den Kopf getreten wird? Braucht die Geschichte das wirklich, oder wäre sie nicht durch Andeutungen und Aussparungen noch stärker? Was bewegt mich in diesem Moment mehr: der Ekel oder die dramatische Spannung?

Auch die zweite Staffel "Boardwalk Empire" lässt in dieser Hinsicht nicht viel aus - und das selbst in den Folgen, die nicht erst ab 18 empfohlen werden. Brennende Menschen brennen sichtbar. Hälse werden langsam und fast genüsslich durchgeschnitten. Ein Knastinsasse wird verprügelt und ebenfalls mit Tritten auf den Kopf getötet. Wie anrührend erzählen die Autoren dagegen die Figur des Kriegsinvaliden, der im Gefecht sein halbes Gesicht verloren hat. Er trägt dort, wo eine Lücke klafft, eine gespenstische Maske. Wie es passiert ist, bleibt der Phantasie überlassen, und die kann ja oft schon schrecklich genug sein. Bei allem Lob: Auch den Köln-Tatort "Franziska" habe ich nicht bis zum Ende ausgehalten. Am Schluss habe ich nur noch die Twitter-Timeline verfolgt, und konnte trotzdem nicht schlafen.

Geht das nur mir so? Ich will mich entspannt auf die Geschichte einlassen, und nicht vor Schreck vom Sofa fallen. Ich will selbst entscheiden können, wie tief ich in den Abgrund schaue. Gebt mir mein Kopfkino zurück!

Freitag, 7. Februar 2014

Freitags-Flusen: Fernsehen rettet Leben und das Intro des Jahres steht fest

Ein Hauch von Fernsehfrühling liegt in der Luft - neue Serien knospen und die Luft im Wohnzimmer riecht so frisch. Denkt euch diese Freitags-Flusen in zartem Grün!

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Von den Kritikern hoch gelobt, von den Zuschauern verschmäht: Die neue Show von Michael J. Fox steht offenbar vor dem Aus. Fraglich, ob wir sie in Deutschland überhaupt je zu sehen bekommen - sehr schade.

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Auch ein Quotenstiefkind: Die neue Serie "Schmitt - Chaos auf Rezept". Gegen GNTM tat sich der Serienneuling schwer, knapp über 2 Millionen schalteten ein.

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Fernsehen kann Leben retten: Wie Stern-Online schreibt, hat ein Arzt einen Patienten geheilt, weil er sich an eine Folge Dr. House erinnerte. Und ich möchte ergänzen: Augen auf beim Hüftkopf-Kauf!

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Hat jemand gestern "Secret State" auf ARTE gesehen? So richtig kam die Polit-Miniserie nicht aus den Hufen. Zuviel Strategie, zu wenig Emotion. Gewinner des Abends: Das Neo Magazin, das mit einer tollen ersten Ausgabe in die zweite Staffel startete. Man beachte das Intro mit jeder Menge Referenzen an Kill Bill, Clockwork Orange und Zurück in die Zukunft. Und einer Palina Rojinski als Königin der Ureinwanderer.

Montag, 3. Februar 2014

Der Dschungeltrash geht, Olli Schulz kommt

Mit dem hochspannenden Dortmund-Tatort im Rücken geht's hinein in eine wirklich vielversprechende Fernsehwoche. Endlich kein #ibes mehr! Olli Schulz klettert wieder in die Kiste und lässt sich für Schulz in the box an kuriosen Orten aussetzen: wo er landet, seht ihr heute ab 22:10 Uhr auf Pro7. Danach starten zwei Serien, denen man zumindest eine Chance geben sollte: Schmidt - Chaos auf Rezept ab Donnerstag um 21.15 Uhr auf RTL, mit Lucas Gregorowicz als Kiez-Arzt. Am Tag darauf um die gleiche Zeit geht die Anwaltsserie Suits auf VOX on air. Wer Männer statt in Anzügen lieber in Legg-hims sieht, streamt Donnerstag das Neo Magazin, dem ZDFneo eine zweite Staffel gönnt. Why not?