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Freitag, 25. April 2014

Freitags-Flusen: Ein singender Hut-Roboter und andere Petitessen

Es gibt so viele Dinge, die einen davon abhalten können, neue Freitags-Flusen zu bloggen. Ein Buch schreiben, eine App entwickeln, eine Sekte gründen, das Rad neu erfinden, Synchronschwimmen lernen. Ich verrate euch jetzt nicht, was bei mir daran schuld war. Ist ja auch egal - hier kommt die nächste Ausgabe!

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"Zappen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen!" Hätte doch mal jemand diesen Warnhinweis an der ersten Folge von "Sing meinen Song" auf VOX angebracht. Aber so bin ich ahnungslos reingeschliddert und in Schockstarre hängengeblieben. Was war schlimmer: die angespannte Sitzhaltung von Xavier Naidoo? Die braune Pferdedecke, die Sarah Connor sich übergeworfen hatte? Oder Sasha, der einzig halbwegs sympathische Mensch in dieser gekünstelten Runde, der die Verwurstung seines Gesamtwerks ertragen musste? Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht.

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Was mich noch sprachlos macht: Das ZDF dreht eine neue Vorabendserie mit Christine Urspruch (ich weigere mich, dieses T im Vornamen groß zu schreiben) als Kinderärztin. Titel: "Dr. Klein". Da sagste nix mehr.

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Um auf diesem Sprachniveau zu bleiben: Peter Dinklage war kurz in Hamburg. Er hat dort "Taxi" gedreht, die Verfilmung des tollen Romans von Karen Duve. Der Stern hat ihn gleich für ein Interview abgefangen und herausbekommen, dass er noch nie in Lohne-Dinklage war und seinen Nachnamen ohnehin lieber "Dinklätsch" ausspricht. Womit das auch geklärt wäre.

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HBO hat seiner neuen Nerd-Comedy Silicon Valley eine sehr schöne Fake Landing Page gegönnt - und die sieht besser aus als die meisten echten.

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Und noch ein TV-Tipp: Heute um 22:35 Uhr auf 3sat gibt es die Gelegenheit, sich mit "Punch Drunk Love" noch einmal an Philip Seymour Hofman zu erinnern.

Und damit ab ins Wochenende!

Freitag, 4. April 2014

Freitags-Flusen: Laues vom Knastarzt und ein Grimme-Märchen

Es ist Freitag! Was war los in der Fernsehlandschaft? Nicht besonders viel - aber ein bisschen was geht immer.

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Gestern Abend lief auf RTL die erste Folge der neuen Serie "Der Knastarzt". Nach der Flopserie der vergangenen Monate haben die strengen Feuilletonisten natürlich ganz genau hingeschaut, und viel Applaus gab es im Vorfeld nicht, um es vorsichtig auszudrücken. Ich finde, es war nicht alles schlecht. Der Cast überschaubar, das Erzähltempo okay, die  Nebenrollen gut besetzt. Und die Szene, in der der Knastarzt einem Röchelnden mit Küchenmesser-Luftröhrenschnitt und ungekochter Penne rigate das Leben rettete - originell. Aber mutig ist sicher etwas anderes. Angefangen von Ausstattung und Look: alles viel zu clean, selbst in den Knastszenen. Der Hauptdarsteller Bernhard Piesk als Dr. Falk: stets bemüht - aber weit entfernt von einem schillernden Charakter, wie man ihn aus guten Serien kennt.
Ach, RTL. Es war ja gut gemeint.

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David Letterman hört auf und verlässt weise die Bühne, bevor er rausgetragen werden muss. Wäre es jetzt nicht einmal an der Zeit, dass eine Frau den Männerclub der Latenight-Macher aufmischt? Emily Shire denkt auf The Daily Beast laut darüber nach. Könnte man ja auch einmal in Deutschland, n'est-ce pas?

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Es ist wie mit schönen Schuhen, ständig kommen welche nach! Wie soll man da standhaft bleiben: Aus den USA kündigen sich schon wieder einige neue Serien an, wie stern.de schreibt. Ich finde "Fargo" mit Martin Freeman (dem Dr. Watson aus Sherlock) und die Krankenhausserie "The Knick" mit Clive Owen, die in New York Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, klingen ziemlich gut.

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Und nicht verpassen: Heute wird ab 19 Uhr live auf 3sat der Grimme-Preis verliehen - unter anderem auch an Jan Böhmermann, dessen Neo Magazin sich jetzt leider in die Sommerpause verabschiedet hat. Nach der Verleihung wach zu bleiben lohnt sich auch, dann zeigt 3sat die Trilogie "Drei Leben", für die  Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold 2012 den Grimme-Preis Spezial bekamen.


Und damit: husch, husch ins Wochenende!