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Montag, 2. Januar 2017

Statt Konterbier: Red Oaks

Kleiner Durchhänger? Mini-Neujahrsdepression? Motivation auf dem gleichen Niveau wie der Charme von Thomas de Maizière? Dann kann es eigentlich nur einen Serientipp geben, nämlich Red Oaks. Die Comedy von Amazon Studios spielt im New Jersey der 1980er Jahre und ist derzeit wohl das Lustigste, was man zum Thema "schöner scheitern" streamen kann. Hauptfigur ist Student David Meyers, dem es wie vielen geht: Er weiß nicht genau, was er als Nächstes machen will. Seinem Vater Sam (toll wie immer: Richard Kind) wäre es am liebsten, er studierte Buchhaltung. Immerhin hat er das selbst auch getan. Aber David interessiert sich mehr fürs Filmen. Um Zeit zu gewinnen, heuert er für einen Sommer im Country Club "Red Oaks" an und arbeitet als Aushilfs-Tennislehrer. Dort jobben auch seine dauergewellte Freundin Karen als Fitnesstrainerin und sein Freund Wheeler (Oliver Cooper) als Mädchen für alles. Auch Wheeler hat keinen richtigen Plan fürs Leben und ist noch dazu unsterblich in Rettungsschwimmerin Misty verliebt, die ihm aber unerreichbar scheint. Zwischen all diesen planlosen Gestalten schwirrt Nash, Leiter der Tennisschule, herum und versorgt jeden ungefragt mit Lebensweisheiten.

Red Oaks: Dauerwellen und Blue Curacao
Erwartungsgemäß bietet Red Oaks jede Menge 80er-typische Frisurverirrungen und musikalische Fettnäpfchen, aber getragen wird die Serie von den Figuren, die immer wieder sehr nachdenklich werden dürfen. Ganz normale Menschen eben, denen vieles peinlich ist, die auch mal danebenliegen oder dumme Sachen sagen. Man fühlt sich direkt heimisch! Da steckt viel Wärme drin, und zugleich nimmt die Serie sich nicht zu ernst. Mein Geheimtipp für alle, die mental noch etwas Zeit bis zum Dschungelcamp überbrücken wollen und keine Lust auf Düsteres haben. Unbedingt im Original gucken - der Slang von Nash lässt sich unmöglich synchronisieren! Dazu gibt es ein kleines Suchspiel: Wer entdeckt Jennifer Grey?


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